Bei gleicher TDP taktet der Core i7-7700K schneller als das bisherige Skylake-Spitzenmodell Core i7-6700K.
Nachdem wir den neu vorgestellten Kaby-Lake-Prozessor Intel Core i7-7700K auf den zurückliegenden Seiten ausführlich unter die Lupe genommen haben, kommen wir nun zu einem abschließenden Fazit unseres Tests.
Nachdem die offizielle Ankündigung der 7. Generation der Intel-Core-Prozessoren bereits vor einigen Monaten erfolgte und die ersten Modelle vorgestellt wurden, vollzieht Intel am heutigen 3. Januar 2017 den nächsten Schritt: Pünktlich zur CES in Las Vegas präsentiert man ein umfassendes Kaby-Lake-Lineup, das alle Produktbereiche umfasst. Adressiert werden dabei Tablets und Notebooks sowie Enterprise, Desktop, Workstations und High-End-Notebooks. Endkunden werden ab sofort zahlreiche Produktneuheiten und Refreshs auf Basis der aufpolierten Core-i3/i5/i7- sowie Xeon-E3-v6-Prozessoren in den Regalen der Händler finden.
Die neuen, in einem 14-nm+-Produktionsverfahren gefertigten, Chips ermöglichen durch die optimierte Fertigung eine bis zu 12 Prozent höhere Taktrate als bisher. Weiterentwicklungen hat man außerdem an der integrierten Iris-Grafik (HD 6xx Generation) und deren Media-Features vorgenommen. Dazu zählt u.a. die hardwareunterstützte Decodierung von HEVC 10 Bit und VP9. Die neuen CPUs bilden laut Intel die Grundlage, um 4K-UHD-Inhalte, 360°-Videos und Virtual Reality einem breiten Massenpublikum zugänglich zu machen. Bei Verwendung von Prozessoren mit Iris-Plus-Grafik (siehe U-Series) wirbt der Hersteller sogar mit flüssigem Gaming in 1080p – Windows 10 als Betriebssystem vorausgesetzt. Weitere Verbesserungen gegenüber der Skylake-Generation gab es außerdem am Speichercontroller, der nun DDR4 bis 2.400 MHz unterstützt.
In Kombination mit den neuen Chipsätzen (Codename: Union Point) stehen weitere nützliche Intel-Technologien wie Ready Mode, Optane Memory, Smart Sound, RST for PCIe 3.0 Storage uvm. bereit. Je nach Chipsatz sind nun auch bis zu 14 USB-3.0-Ports und bis zu 24 PCIe 3.0 Lanes für hohe I/O-Flexibilität mit dabei. Overclocking bleibt aber weiterhin "K"-CPUs in Kombination mit einem "Z"-Chipsatz (Z170 oder Z270) vorbehalten. Wer bereits ein Sockel-1151-System besitzt, dürfte durch ein BIOS-Update seines Mainboards in der Regel auch problemlos auf Kaby Lake umsteigen können.
Der zum Start von Kaby-Lake-S getestete Intel Core i7-7700K ist bereits seit einigen Tagen in diversen Preisvergleichen gelisteten und wechselt aktuell ab etwa 400 Euro (Quelle: Geizhals.de, Stand: 01/2017) den Besitzer. Leistungsmäßig kann das neue Spitzenmodell für Sockel 1151 den Core i7-6700K ablösen und profitiert dabei natürlich auch vom gesteigerten Basistakt (+200 MHz) und der höheren Boostfrequenz (+300 MHz). Messungen der Leistungsaufnahme und Temperaturentwicklung bestätigen die gleich gebliebene TDP von 91 Watt. Alles in Allem macht der Core i7-7700K einen sehr soliden Eindruck und dürfte bei fallendem Straßenpreis auch noch ein besseres Preis/Leistungsverhältnis erzielen. Momentan gelingt der Einstieg in Kaby-Lake-S ab rund 220 Euro, die für einen Intel Core i5-7400 fällig werden.
In Kürze werden wir uns auch dem Overclocking-Potenzial des Core i7-7700K widmen.
Performance-Ranking | |
Intel Core i7-6950X Extreme Edition @ 4,2 GHz | 100,0 |
Intel Core i7-6950X Extreme Edition | 92,2 |
Intel Core i7-5930K @ 4,4 GHz | 87,7 |
Intel Core i7-6700K @ 4,6 GHz | 86,0 |
Intel Core i7-7700K | 84,8 |
Intel Core i7-6700K | 82,6 |
Intel Core i7-5930K | 81,6 |
Intel Core i7-4790K | 78,9 |
Intel Core i7-5775C | 78,2 |
Intel Core i7-4770K | 75,8 |
Intel Core i7-4820K | 75,1 |
Intel Core i7-3960X XE | 74,4 |
Intel Core i5-4690 | 73,9 |
Intel Core i7-3770K | 71,8 |
Intel Core i7-2600K | 68,5 |
AMD FX-8120 | 65,5 |
Angaben in Prozent (mehr ist besser) |
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