In einer eMail an Kunden hat Microsoft-Chef Bill Gates Details über die Anti-Spam-Pläne seines Konzerns verraten. Filter-Technologien sind demnach nicht genug, um das Spam-Problem zu lösen, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) heute. Gemeinsam mit Yahoo, EarthLink und AOL arbeitet Microsoft an einer Technologie, die vor allem die Fälschung von eMail-Adressen als Absender verhindern soll. Voraussetzung ist eine Bestätigung der Absenderidentität.
Diese neue Software soll nicht nur dem Sender eine erhöhte Auslieferungssicherheit seiner eMail garantieren, sondern auch den Providern effektivere Spam-Filter ermöglichen. Zuverlässige Sender kommen auf Safe-Lists, die weniger Blockaden vor der Auslieferung überwinden müssen.
Außerdem entwickelt Microsoft derzeit eine Technik, die so genannte Dictonary Attacks aufspürt und blockiert. Dabei verschicken Spammer eine zufällige Auswahl von Namen in Verbindung mit Unternehmens- oder Provider-Domains, die dann eine Flut von Rückmeldungen generieren. Auch ein Tool zur Identifikation von Virus-infizierten PCs (so genannten Zombies), die eine weitere Spam-Quelle sind, will Microsoft seinen Kunden künftig anbieten.
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