Der kalifornische Chiphersteller Intel will sich in Zukunft stärker auf die Produktion höherwertiger Halbleiterprodukte konzentrieren. Wie das Branchenportal Cnet unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise berichtet, verabschiedet sich der Chipriese von der Herstellung dreier Chipsätze, die vor allem in preisgünstigen Einsteiger-PCs eingesetzt werden. Demnach lässt Intel die Produktion seiner 910GL-, 915GL- und 915PL-Chips im August auslaufen.
Dabei sollen die drei zur Disposition stehenden Chipsätze, die dem Einsatz in Pentium 4 und Celeron-Rechnern dienen, laut Cnet in der zweiten Jahreshälfte rund 20 Prozent zum gesamten Chipabsatz bei Intel beitragen. Laut einem Intel-Sprecher wolle sich der Branchenprimus zwar nicht komplett aus dem Billigchip-Geschäft zurückziehen. Intel richte seine Fabriken aber zunehmend auf die Produktion von Mobilfunk- und Highend-Produkten aus.
Mit diesem Schritt bringt Intel die PC-Hersteller, die nun im Herbst mit Lieferengpässen rechnen müssen, in arge Bedrängnis. In die Bresche wollen nun Intel-Konkurrenten wie Silicon Integrated Systems und Via Technologies springen. Bisher zeigen sich die Motherboard-Hersteller aber beunruhigt, ob die beiden Unternehmen die Lücke bis zum Herbst füllen können. Dazu müssten sie zuerst ihre Lieferprobleme mit den taiwanesischen Chipherstellern TSMC und UMC in den Griff bekommen, schreibt Cnet.
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