Der Insolvenzverwalter von BenQ Mobile hat bekannt gegeben, dass über 91 Prozent der Mitarbeiter von BenQ Mobile das Angebot eines Übertritts in die von der Siemens AG mitfinanzierten Transfergesellschaft angenommen haben. Mit dem Betriebsrat hat man einen Interessensausgleich vereinbart, der die Schließung des Betriebs und die Errichtung der bereits vorgestellten Transfergesellschaften zu Folge habe. "Ohne einen Investor ist dieses Unternehmen nicht weiterzuführen, denn es ist unter Vollkosten nicht profitabel. Damit würden wir auf Kosten der Gläubiger Verluste produzieren und das dürfen wir nicht."
Nachdem ein Großteil der Mitarbeiter in die Transfergesellschaften gewechselt sei, könne ein potenzieller Investor ohne arbeitsrechtliche Altlasten Mitarbeiter aus der Transfergesellschaft für einen Neustart des Geschäftes rekrutieren. Die verbliebenen Mitarbeiter, die weder in die Transfergesellschaften übergetreten sind noch gekündigt haben, werden umgehend freigestellt. Man werde diese im Laufe des Januars kündigen müssen, danach erhalten sie noch maximal bis Ende April ihr Gehalt aus der zur Verfügung stehenden Insolvenzmasse.
Der Insolvenzverwalter berichtete weiter, dass er seit Anfang Oktober mit über 100 Kaufinteressenten aus dem In- und Ausland Gespräche geführt und sie zum Teil auch aktiv angesprochen habe. Viele Interessenten hätten sich nach dem Erstgespräch und Sichtung der Informationsunterlagen zurückgezogen, mit 31 Interessenten wurden intensive Verhandlungen geführt. Die ernsthaften Interessenten hätten auch ihrerseits den Markt sondiert und ausführliche Berechnungen angestellt. "Das größte Problem aus Investorensicht war die Frage, welchen Umsatz man künftig erzielen könnte." Dieser sei im Zuge des Insolvenzantrags und des massiven Imageverlusts der Marken BenQ und BenQ Siemens stark eingebrochen, im vierten Quartal lag der Umsatz bei 51 statt der ursprünglich geplanten 391 Millionen Euro.
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