AMDs Phenom II X4 955 Black Edition macht einem das Overclocking relativ leicht, da der Multiplikator frei wählbar ist und die Kernfrequenz somit unabhängig vom Speichertakt erhöht werden kann. Bei einer Versorgungsspannung von 1,475 Volt, was einer Steigerung von etwa 22 Prozent entspricht, konnten wir den Takt auf 3,8 GHz anheben. Das Overclocking sorgte für eine Leistungsaufnahme von knapp 350 Watt (Gesamtsystem), was wiederum einem Plus von beinahe 36 Prozent entspricht. Der DDR3-Speicher wurde bei 1333 MHz (8-8-8-24) betrieben und mit herkömmlichen 1,65 Volt Spannung versorgt, die HyperTransport-Frequenz betrug 2,0 GHz.

Hinweis: Anleitungen zum Testen des Systems mit Prime95 und Goldmemory finden Sie bei uns im Forum.
Undervolting (dt. Untervolten) bezeichnet das Herabsetzen der CPU-Spannung (Vcore) bis zum niedrigsten Punkt, an dem ein stabiler Betrieb noch gewährleistet ist. Dies ist möglich, da alle Transistoren unterschiedliche Schaltspannungen besitzen und somit vom Hersteller ein sicher ausreichender Wert eingestellt wird. Dieser ist eigentlich immer höher angesetzt als der tatsächlich niedrigst-mögliche Wert und an diesem Punkt können wir beim Undervolting, also beim Arbeiten mit geringerer Versorgungsspannung, ansetzen. Dies führt zu einer verminderten Leistungsaufnahme und somit auch zu weniger Stromverbrauch und Erwärmung.
Die 1,296 Volt, mit denen der AMD Phenom II X4 955 Black Edition von Haus aus versorgt wird, konnten wir bei unseren Undervolting-Tests noch weiter unterbieten. Als minimal erforderliche Spannung für einen stabilen Betrieb stellten sich hierbei 1,20 Volt heraus. Die Ersparnis in der Leistungsaufnahme betrug dabei unter Last mehr als 31 Watt, was über einen längeren Zeitraum gerechnet einer klaren Kostensenkung zugleich kommt.

Hinweis: Alle Werte wurden immer im BIOS direkt eingestellt und verändert. Von Windowstools raten wir aus Stabilitätsgründen ab! Außerdem sind die Spannungen bei CPU-Z nicht die im BIOS eingestellten, wegen Vdrop und der Loadline Calibration.
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