Die Virenanalysten von Doctor Web entdeckten im Januar einen neuen Linux-Trojaner, der bereits tausende Geräte infiziert hat. Erst im Dezember berichtete Doctor Web über den rapiden Anstieg von Linux-Malware. Der neue Linux-Trojaner heißt Linux.Proxy.10 und startet den Proxyserver SOCKS5 auf dem infizierten Gerät. SOCKS5 basiert dabei auf einem offenen Quellcode des Satanic Socks Servers und gewährleistet so die Anonymität der Cyber-Kriminellen. Via Secure Shell verbreiten diese Linux.Proxy.10 und speichern dabei die Liste von Geräten sowie Benutzername und Passwort auf ihrem Server ab.
Mithilfe der Liste wird ein Szenario erstellt, welches auf infizierten Geräten durch das Tool sshpass ausgeführt wird. So wird das System mit dem Trojaner Linux.Proxy.10 infiziert. Der Trojaner dringt dabei vorzugsweise in bereits mit Linux-Malware infizierte Geräte ein. Den Hackern genügt lediglich die IP-Adresse und die Portnummer des infizierten Geräts, um bereits eine Verbindung zu ihrem Proxyserver aufzubauen. Zudem entdeckte Doctor Web auf dem Server der Cyber-Kriminellen eine Verwaltungsoberfläche für den Spy-Agent sowie eine kompilierte Version von Malware für Windows, die zur Spyware-Familie BackDoor.TeamViewer zählt.
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